THERAPIE | BEGLEITUNG

Manchmal verläuft das Leben nicht so gradlinig, wie wir uns das vielleicht wünschen. Möglicherweise stellt es uns vor Herausforderungen, die uns das Äußerste abverlangen. In schwierigen Zeiten kann es helfen, wenn man auf ein „offenes Ohr“ und die Hilfe von Freunden oder Verwandten trifft. Das ist meist wohltuend und entlastend. Manchmal jedoch genügt diese wohlgemeinte Zuwendung nicht, und es ist vernünftig, sich professionelle Hilfe zu suchen.

Paul Ekman, ein US-amerikanischer Anthropologe und Psychologe, identifizierte in den sechziger Jahren sieben Basisemotionen, die nach seinen Forschungsergebnissen kulturübergreifend auftreten:  Freude, Überraschung, Angst, Wut, Ekel, Trauer und Verachtung.

Für einen Großteil der Menschen, die ihren Weg in meine Praxis finden, sind es im Grunde drei dieser Emotionen (eine oder mehrere gleichzeitig) – Angst, Wut und Trauer, die beharrliche und überwältigende Formen angenommen haben. Das Leben hat sie möglicherweise mit Ereignissen wie Krankheit oder lebensverändernden Diagnosen, Beziehungsproblemen, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz oder in der Familie oder schwerwiegenden Verlusten konfrontiert. Da sind Trauer, Angst und Wut natürlich keine ungewöhnlichen Emotionen.

Zum Problem werden sie erst dann, wenn man überwältigt von diesen Emotionen „stecken“ bleibt. Vor allem, wenn es sich um systemische Krisensituationen handelt, kann es sehr schwierig sein, der eigenen Belastung standzuhalten oder sie gar zu verarbeiten. Dann möchte man vielleicht stark für andere sein oder andere, die auch leiden, nicht mit seinen eigenen Gefühlen belasten.

Seelisches Leid kann schwer auf einem Menschen lasten, körperliche und psychische Symptome auslösen und z.B. zu Erschöpfungszuständen, Ängsten, Schlafstörungen oder Depressionen führen. Dann genügt auch das Verständnis oder die Zuwendung von Verwandten und Freunden nicht mehr, und es ist wichtig, dass man der akuten Situation angepasst, sofort Hilfe bekommt.

In solchen Situationen ist es oft sehr hilfreich und entlastend, sich an einen Therapeuten zu wenden. Im „geschützten Raum“ einer Sitzung können Sie die eigene Problematik ansprechen. Gemeinsam können wir Lösungswege finden, Resourcen aktivieren und das Leben wieder in einen positiven Fluss bringen.